Senat 2020

Beiträge 21 - 23 von 23
  • RE: Oregon

    gruener (Luddit), 22.05.2020 02:01, Antwort auf #20
    #21
    Merkley hat 2008 mit 3,4% Vorsprung gewonnen, 2014 mit fast 19% Vorsprung, gegen die irre Dame wird er wohl auch gewinnen.

    nicht dass ich denke, dass es anders kommen könnte:

    aber 2016 haben hier fast alle stein auf bein gewettet, dass die kriegstreiberin clinton doch wohl gegen den irren herren aus nyc haushoch, um nicht zu schreiben, trump-tower-hoch gewinnen würde.

  • RE: Oregon

    drui (MdPB), 22.05.2020 09:48, Antwort auf #21
    #22

    nicht dass ich denke, dass es anders kommen könnte:

    aber 2016 haben hier fast alle stein auf bein gewettet, dass die kriegstreiberin clinton doch wohl gegen den irren herren aus nyc haushoch, um nicht zu schreiben, trump-tower-hoch gewinnen würde.

    Man sollte die Dummheit der Amerikaner nie unterschätzen, klar, immerhin hat Clinton aber auch 2,1% mehr an Wählerstimmen gewonnen als Trump und innerhalb des Staates Oregon gibt es kein electoral vote, außerdem kaum gerrymandering und voter suppression.

    Mein Punkt war, dass die GOP neben den amtierenden Senatoren (und die sind schecklich genug) kaum fähiges Personal aufstellt, um Senatsposten zurückzuerobern. Und dass jede und jeder noch so Bekloppte offizieller Senatskandidat/in für die Republikaner werden kann, wenn sie/ er eine bedingungslose Liebes- und Unterwerfungserklärung an Trump abgibt.

    Umgekehrt scheinen die Dems bei ihren Senatskandidaten bislang ein glückliches Händchen zu haben, sonst hätten sie keinen Hauch einer Chance, den ländlich geprägten und dominierten Senat zurückzuerobern.

  • Arizona / mehr zum Senat

    Wanli, 22.05.2020 11:01, Antwort auf #22
    #23

    Unser Problem bei der Präsidentschaftswahl 2016 war mitnichten, dass wir Clinton einen "haushohen" Sieg zugetraut haben: In unserem damaligen Markt war ihr ein geringerer Stimmenanteil prognostiziert worden als der, den sie am Ende einfuhr. Wir haben ihr Ergebnis also unterschätzt, das ihres Gegners allerdings noch mehr - bei uns lagen drei Punkte zwischen den beiden, in Wirklichkeit waren es gut zwei. Den Swing nach dem Brief Comeys haben wir also (zumindest teilweise) verschlafen. So schlecht war unsere Prognose aber auch nicht.

    Schlecht war die Einschätzung der Staaten, in denen sich die Wahl entscheiden würde. Unser betreffender Markt führte hier Michigan, Pennsylvania oder Wisconsin noch nicht einmal, geschweige denn, dass man einen Sieg Drumpfs dort in Betracht gezogen hätte. Zu unserer Verteidigung muss man natürlich sagen, dass fast niemand (538 mal ausgenommen) diese Staaten als potenziell wahlentscheidend auf dem Schirm hatte.

    ----

    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich die Position von Staaten auf der Rot-Blau-Skala verschiebt, mitunter auch ziemlich ruckartig. Da werden drei lange relativ solide blaue Staaten (s.o.) unverhofft zu Swing States, auf der anderen Seite hat man mit Virginia einen lange (von 1968 bis 2004) durchgehend roten Staat, der 2008 zum ersten Mal seit beinahe vier Jahrzehnten wieder an die Demokraten fällt - und mittlerweile wohl als blau zu betrachten ist.

    Ich frage mich, ob die gegenwärtigen Zahlen aus Arizona - bezogen auf die Präsidentschafts- wie auch die Senatswahl 2020 - darauf hindeuten, dass Arizona schlicht zum Swing State wird, oder ob der Staat angesichts des doch überraschend klaren demokratischen Vorsprungs in beiden Rennen ähnlich wie Virginia dauerhaft ins andere Lager wechseln wird. 2018 hatten die Demokraten hier ja bereits einen der beiden Senatssitze erobert - zum ersten Mal seit 1988. Ihre Chancen auf den zweiten Sitz sind Umfragen zufolge sehr gut.

    Joe Biden is leading Donald Trump by 7 points and Mark Kelly is leading Sen. Martha McSally by 13 points.

    https://www.electoral-vote.com/evp2020/Pres/Maps/May21.html#item-8

    EDIT

    Zum Kampf um die Mehrheit im Senat hat 538 zwei recht aktuelle Beiträge. Zunächst diskutiert man neuere Zahlen aus mehreren Staaten, die die demokratischen Herausforderer republikanischer Senatoren ungewöhnlich weit vorn sehen:

    Those polls imply a Democratic wave of truly epic proportions. In the space of just two days last week, we got:

    • Two polls of Colorado: A Keating Research/Onsight Public Affairs/Melanson survey giving Democrat John Hickenlooper an 18-point lead over Republican Sen. Cory Gardner and a Montana State University Bozeman/University of Denver poll giving Hickenlooper a nearly identical 17-point lead over Gardner.
    • A Montana State University Bozeman/University of Denver poll of Montana giving Democrat Steve Bullock a 7-point lead over Republican Sen. Steve Daines.
    • And a Civiqs/Daily Kos survey giving Democrat Cal Cunningham a 9-point lead over Republican Sen. Thom Tillis in North Carolina.

    To put it mildly, these polls were out of step with our previous perceptions of these races. Election handicappers believe Colorado is a toss-up or perhaps tilts a bit toward Democrats. And although Bullock’s entry into the race was expected to make Montana competitive, handicappers still think it favors Republicans. Likewise, the North Carolina Senate race is universally seen as a toss-up, not a healthy Democratic lead.

    538 rät noch zur Vorsicht - die Qualität der betreffenden Umfragen sei schwer abzuschätzen und man brauche auf jeden Fall weitere Zahlen, um diesen Eindruck eines gewaltigen Vorteils der Blauen zu bestätigen oder zu widerlegen. Die Erhebungen seien aber natürlich ein Indiz für die generell gute Ausgangslage der Opposition.

    https://fivethirtyeight.com/features/what-to-make-of-those-new-senate-polls-that -have-democrats-way-ahead/

    Eine Diskussionsrunde der Seite beschäftigt sich generell mit der derzeitigen politischen Stimmung - durchaus lesenswert - und kommt mit Blick auf den Senat zu folgender Ansicht:

    nrakich: Interesting… I think the Senate has to be considered a toss-up at this point. Republicans pretty much always have the advantage in Senate races because of the chamber’s rural bias. But Democrats seem to be doing well enough in the individual races this year that a 50-50 chamber seems like the modal outcome.

    According to the polls, Democrats are clearly ahead in Colorado and Arizona. North Carolina and Maine seem like toss-ups at worst for Democrats, and they might even be a little bit ahead. Even if they lose Alabama, that’s 50-50 already.

    Plus Democrats have several dark-horse opportunities, like Montana and Georgia.

    geoffrey.skelley: I would rank Montana and Iowa ahead of Georgia at this point, in terms of Democratic chances.

    The runoff factor in Georgia is a potential headache for Democrats.

    sarah: And remember how Indiana, Missouri and Florida went for Democrats in 2018 despite a very favorable national environment (they lost all three). I know we’re saying that Senate elections aren’t national elections — and they aren’t — but Democrats taking back the Senate could still be very challenging.

    geoffrey.skelley: Right, the baseline partisanship of the states with Senate contests is still slightly better for the GOP than for the Democrats. And that could make the difference in 2020, because remember that every Senate race followed the state’s presidential result in 2016. True, Colorado and Maine, which currently have two GOP senators up for reelection, lean slightly Democratic, but states like Georgia, Iowa and Montana lean toward the GOP. That’s true of Arizona and North Carolina, too, to a lesser extent.

    nrakich: Sure, but Democrats could easily win the Senate even if every state once again votes the same way for president and Senate. It’s quite possible that Biden will carry Maine, Colorado, Arizona and North Carolina. If you take the polls right now literally, he’s probably ahead in all of those states.

    It just goes back to the question of, “Will there be a blue wave in 2020?”

    Biden winning those four states would require a mild blue wave.

    Although not necessarily a 2018-level one — D+6 should do it.

    https://fivethirtyeight.com/features/will-2020-be-another-blue-wave-election-yea r/

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